Romwallfahrt der
Ministranten 2010
Vom 01. – 06.08.2010 fand wieder die Internationale
Ministrantenwallfahrt nach Rom statt. Insgesamt 53.000 Ministranten aus der
ganzen Welt, unter ihnen 45.000 Minis aus Deutschland, pilgerten nach Rom um
eine erlebnisreiche Woche zu haben. Aus dem Bistum Würzburg machten sich, auf
32 Busse verteilt, etwa 2100 Ministranten nach Rom auf den Weg. Los ging es für
uns Ministranten aus der Pfarreiengemeinschaft St. Michael im Thulbatal am
Sonntag, den 1. August um 13:00 Uhr als der Bus 19 uns abholte. Der Bus war
aber schon zur Hälfte mit den Ministranten aus Oberleichtersbach/Schondra
gefüllt, die mit zu unserer Busgruppe gehörten. Nach der kurzen Fahrt nach
Würzburg, feierten wir mit unserem Bischof Friedhelm im voll besetzten Dom
einen Aussendungsgottesdienst. Anschließend machten sich die Busse Richtung Rom
auf.
Nach 17 Stunden Fahrt und wenig Schlaf kamen wir um 10.00
Uhr bei unserem Hotel an. Nach einem erweiterten Frühstück zogen wir los in die
Altstadt um Spanische Treppe, Trevibrunnen, Pantheon und Plaza Navona zu
besichtigen.Am nächsten Tag besichtigten wir am Morgen den Petersplatz und
Petersdom und hatten daraufhin Zeit in Kleingruppen selbst die Stadt zu
erkunden. Auf den Wegen durch Rom trafen wir an allen möglichen Stellen andere
Ministranten. Am Spätnachmittag stand das Jubiläumsgebet des CIM ( Coetus
Internationalis Ministrantum, dem Internationalen Ministrantenbund, der die
Wallfahrt erst möglich machte) auf dem Programm. 53000 Ministranten
versammelten sich auf dem Petersplatz und sangen Lieder, konnten einiges über
den Patron der Minis, dem hl. Tarsitius hören und ein buntes Programm erleben.
Danach fand ein Abendgebet statt. Jedoch zog sich das ganze Programm sehr in
die Länge, weshalb wir dieses Abendgebet nicht mehr miterlebten.Außerdem war
der Abend die Einstimmung für den Höhepunkt der meisten Ministranten: Die
Papstaudienz am Mittwochvormittag.
Schon ab 6:30 standen Ministranten an den
Sicherheitsschleusen um gute Plätze zu erhalten. Unsere Gruppe kam um kurz vor
8:00 am Petersplatz an und musste eine ¾ Stunde anstehen. Zwar hatten wir nicht
den besten Platz, sondern waren eher im hinteren Bereich, dafür aber im
Schatten. Nach dem Vorprogramm mit Musik kam der Heilige Vater mit leichter
Verspätung etwa kurz nach 10.00 Uhr mit dem Helikopter aus seiner
Sommerresidenz Castel Gandolfo, außerhalb von Rom. Großer Jubel brach unter den
53.000 Ministranten aus, als der Papst über den Petersplatz flog. Einige Minis
aus unserer Gruppe versuchten Richtung Absperrung zu kommen, um den Papst bei
seiner Fahrt durch die Menschenmenge so nah wie nur möglich zu sehen. Dies
gelang einigen ziemlich gut und so sahen wir den Papst aus nur 5 Meter
Entfernung. Nach seiner Ansprach auf deutsch grüßte er noch in über 20 Sprachen
und gab allen Anwesenden den Segen. Nach der Audienz fuhr ein Teil der Gruppe
ans Meer zum Baden, ein anderer Teil besichtigte Tivoli, eine Stadt im Norden
Roms und ein Teil ging noch etwas durch die Stadt, besuchte das Hardrock-Cafe
und relaxte im Park.
Am Donnerstag stand das alte Rom auf dem Programm. Davor
besuchten wir aber erst eine der vier Hauptkirchen, die Lateranbasilika und
anschließend einen typischen Wochenmarkt, auf dem so mancher einige Dinge
kaufte. Dann wurde das antike Rom mit dem Forum Romanum und dem riesigen
Kolosseum besichtigt. Nach ein paar Stunden zur freien Verfügung trafen sich
alle Ministranten der Diözese Würzburg in Sankt Ignazio zum diözesanen
Abschlussgottesdienst am Donnerstagabend. Die Stimmung war richtig gut. Viele
Fahnen waren in der Kirche zu finden, natürlich die Unterfrankenfahne und unser
Bischof Friedhelm zelebrierte einen beeindruckenden Gottesdienst mit einer
tollen Predigt. Nach dem Gottesdienst wurde noch über ein halbe Stunde
ausgelassen gesungen und gefeiert. Der Bischof musste sogar 30 Minuten lang
Autogramme schreiben. Für viele Ministranten aus unserem Bus war dieser
Gottesdienst der eigentliche Höhepunkt der Wallfahrt, da man hier noch viel
stärker die Gemeinschaft erfahren konnte und die Stimmung noch besser war als
an den anderen Tagen. Am letzen Tag wurden noch die restlichen Hauptkirchen
Maria Maggiore und Sankt Paul vor den Mauern besichtigt und noch dazu eine
kleine Kirche, in der wir spontan für eine halbe Stunde Lieder gesungen haben.
Am Nachmittag liefen wir am Circus Maximus vorbei und schauten noch 4 weitere
kleine Kirchen an und verschafften uns von einer Aussichtsplattform einen
letzten Blick über Rom. Um die Rückfahrt versorgt anzutreten, kauften wir noch
im Supermarkt ein und machten uns anschließend auf den Heimweg. Im Bus wurde
noch ausgelassen gesungen. Während der Woche in Rom stimmten wir auf den Wegen
zu Sehenswürdigkeiten oder in der Metro immer wieder Lieder an oder Rufe wie
„Ohne Franken wär hier gar nichts los“ oder einfach die bekannten HUMBA –Rufe.
Insgesamt kann man sagen, dass diese eine Woche Rom
eigentlich viel zu kurz war und viel zu schnell vorbei ging. Wir Ministranten
haben neue Freundschaften geschlossen, Gemeinschaft erfahren, viel gesehen und
somit unvergessliche Tage in Rom erlebt. Vielleicht sind in 5 Jahren bei der
nächsten Wallfahrt ja nochmals einige Ministranten aus der
Pfarreiengemeinschaft dabei oder eben viele neue Ministranten. Die älteren
Ministranten wollen in 5 Jahren auch wieder mit nach Rom fahren, dann aber als
Busleitung oder Pfarreienbetreuer.
geschrieben von Markus Drummer Bilder der Romwallfahrt Jugendgottesdienst
nach der Romwallfahrt und anschließendes NachtreffenAm 6.November 2010 fand in Oberthulba ein Jugendgottesdienst zum Nachtreffen der Romwallfahrt 2010 statt und anschließend wurden im Pfarrsaal einige Fotos aus Rom gezeigt. Dazu hat ein Team aus Teilnehmern einen Gottesdienst
vorbereitet. Es wurden alle Teilnehmer aus der Pfarreiengemeinschaft St.
Michael im Thulbatal und der Pfarreiengemeinschaft Schondra/Oberleichtersbach
eingeladen. Außerdem wurde die Ministranten aus Burkadroth und Umgebung
eingeladen. Zu Beginn des Gottesdienstes zogen alle Teilnehmer der Wallfahrt
zusammen in die Kirche ein. Insgesamt sind etwa 50 Teilnehmer zum Nachtreffen
gekommen. Neben den Kyrierufen, Fürbitten und einer Gabenprozession, gab es ein
Predigtspiel und viele Lieder, die auch bei der Romwallfahrt gesungen wurden.
Die veschiedenen Lieder wurden von einer Band gespielt. Dazu wurde kräftig
mitgesungen und zum Teil Bewegungen mitgemacht. „Lasst uns ziehn zu den Quellen
des Lebens“, welches das Mottolied der Wallfahrt war, wurde sogar zu Beginn und
am Ende gesungen. Außerdem erklangen Lieder wie „Jesus Christ you are my life“
oder „Emmanuel“. Während des gesamten Gottesdienstes herrschte eine tolle Stimmung
und alle Teilnehmer hatten Erinnerungen an die unvergessliche Zeit in Rom.
Nach dem Gottesdienst fand im Pfarrsaal ein Nachtreffen
der Wallfahrer statt. Zu Beginn gab es Pizzabrötchen, die vom Pfarrgemeinderat
Oberthulba hergerichtet wurden, und anschließend gab es eine Präsentation der
Rombilder, die von Judith Bahn und Markus Drummer erstellt wurde. Danach
wurden noch einige Lieder der Wallfahrt gesungen und es wurden untereinander
Gespräche geführt. Dieser Tag war somit ein gelungener Abschluss der
Romwallfahrt 2010. Bilder vom Jugendgottesdienst
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