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Pfarrei Oberthulba  > Pfarreiengemeinschaft

Auf dem Weg zur Pfarreiengemeinschaft

Neue Wege gehen - die Freude an Gott ist unsere Stärke. (vgl. Neh 8,10)


Weg
"Die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft, die abnehmende Zahl der Priester und der Gläubigen sowie eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten machen es notwendig, die Zusammenarbeit der Pfarreien in unserer Diözese in verbindlicher Form zu regeln.

- Mit diesen knappen Worten gibt Bischof Friedhelm an, was in den kommenden Jahren in unserem Bistum zu bewältigen ist: Bis zum ersten Fastensonntag 2010 sollen flächendeckend Pfarreiengemeinschaften errichtet werden.

 

Durch Hirtenworte unseres Diözesanbischofs, aus Veröffentlichungen in den Medien und nicht zuletzt anlässlich der Visitation unserer Pfarreien Thulba und Oberthulba durch Weihbischof Helmut Bauer haben Sie erfahren, dass auf Wunsch unseres Bischofs bis zum Jahr 2010 aus den rund 620 Pfarreien des Bistums Würzburg etwa 180 Pfarreiengemeinschaften entstehen sollen. Für uns bedeutet dies, dass die beiden Pfarreien Thulba und Oberthulba künftig eine Pfarreiengemeinschaft bilden werden – eine
vergleichsweise überschaubare Einheit.

Zu diesem Thema hat im Januar 2008 bereits ein Treffen aller Pfarrgemeinderäte und  
Kirchenverwaltungen aus unseren beiden Pfarreien zusammen mit den Pfarrern und einem Vertreter des Bischöflichen Ordinariates stattgefunden, bei dem die Notwendigkeit von Pfarreiengemeinschaften, die Vorteile einer verstärkten Zusammenarbeit und der Weg hin zur Errichtung einer solchen Pfarreiengemeinschaft aufgezeigt wurde. Aufgrund des akuten Priestermangels und der Tatsache, dass die Katholikenzahl in unserer Diözese in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ganz massiv zurückgehen wird, ist es unmöglich, jede Pfarrei mit einem eigenen Pfarrer zu besetzen. Größere Einheiten, sogenannte Pfarreiengemeinschaften, sind nach Auffassung der Diözesanleitung notwendig, um auch künftig Seelsorge vor Ort zu ermöglichen. Dabei wird eine Pfarreiengemeinschaft von einem Pfarrer in Zusammenarbeit mit weiteren Seelsorgern (evt. Pfarrvikar, Diakon, Pastoral- oder Gemeindereferent/-in) geleitet.

Für uns ist nach 2010 ein Pfarrer, ein Pfarrvikar und ein Gemeindereferent/-in geplant. Unterstützt
werden sie künftig noch stärker von den bereits bekannten ehrenamtlichen Diensten
(Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Gottesdienstbeauftragte, usw.). Zur Vorbereitung der künftigen Pfarreiengemeinschaft hat sich aus allen Pfarrgemeinderäten eine Projektgruppe gebildet, der die beiden Pfarrer und je zwei Vertreter der Pfarrgemeinderäte, bzw. Ortsvertreter angehören. Diese Projektgruppe hat die Aufgabe, bis Ende 2009 alle Schritte zu planen und in die Wege zu leiten, die für ein gedeihliches Miteinander aller Pfarreien erforderlich sind.

Folgende Schritte sind geplant:
1. Jeder Pfarrgemeinderat trägt in einem ersten Schritt zusammen, wo in der eigenen Gemeinde
Weg
Stärken und Schwächen liegen. Diese Standortbestimmungen werden dann im Herbst 2008 auf einem gemeinsamen Klausurtag vorgestellt, um zu erkennen, wo man sich gegenseitig bereichern und ergänzen kann.
2. Die Projektgruppe muss dann bis Mitte/Ende 2009 über folgende Punkte beraten und entscheiden und die Ergebnisse in einem Kooperationsvertrag festlegen:
- Welche seelsorgerischen Schwerpunkte sollen gesetzt werden?
- Was wird künftig gemeinsam geregelt und durchgeführt?
- Was bleibt der jeweiligen Kirchengemeinde überlassen?
- Welchen Namen erhält die zukünftige Pfarreiengemeinschaft?
- Wie soll der Gründungstag der Pfarreiengemeinschaft gefeiert werden?
3. Aus Vertretern der Kirchenverwaltungen wird ein gemeinsamer Finanzausschuss gebildet. Dieser muss vor Gründung der Pfarreiengemeinschaft folgende Punkte beraten und beschließen:
- Wo wird der Verwaltungssitz der Pfarreiengemeinschaft sein, d.h. wo wird der Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft seinen Amtssitz haben?
- Wie werden die Pfarrbüros organisiert?
- Wie werden die gemeinsamen Aufgaben finanziert?
- Wie wird der Unterhalt der Gebäude geregelt, die von der Pfarreiengemeinschaft gemeinsam genutzt werden?
- Wie wird in Zukunft einheitlich das Kirchgeld eingehoben?

Sie sehen, dass eine Fülle von Aufgaben und Diskussionspunkten auf die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und der Kirchenverwaltungen zukommt. Dennoch müssen wir noch etwas bedenken:
Wir sind zur Zeit noch in der glücklichen Lage, dass sich bei uns – trotz Gründung der Pfarreiengemeinschaft – nicht allzuviel ändern wird, solange die Pfarrer von Oberthulba und von Thulba noch da sind. Sobald allerdings ein Pfarrer geht, wird diese Stelle nicht mehr mit einem Pfarrer besetzt werden können.

Zum Schluss dürfen wir Ihnen noch drei Dinge zum Diskutieren und Überlegen mitgeben:
1. Die Pfarreien werden, auch wenn die Pfarreiengemeinschaft errichtet ist, so weit wie möglich selbständig bleiben. Jede Pfarrei kann ihren eigenen Pfarrgemeinderat und jede Kirchenstiftung muss ihre eigen Kirchenverwaltung wählen. Die Pfarrgemeinderäte wählen dann ihre Vertreter für den „Gemeinsamen Ausschuss“, der dann künftig zusammen mit den hauptamtlichen Seelsorgern das Zusammenwirken der einzelnen Gemeinden und die Schwerpunkte der Seelsorgsarbeit planen und regeln wird.
2. Angesichts der Notwendigkeit der Bildung einer Pfarreiengemeinschaft dürfen wir Sie alle herzlich bitten, mit den Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte und der Kirchenverwaltungen das Gespräch zu suchen, damit so Informationen fließen und auch Ihre Meinungen und Ideen eingebracht werden können.
3. Wir, die Mitglieder der Projektgruppe, werden Sie über den Fortgang der Verhandlungen und den jeweiligen Stand der Beratungen möglichst umfassend informieren. Dies soll über den Pfarrbrief, im Internet (www.pfarrei-oberthulba.de), über die Presse und über das Mitteilungsblatt des Marktes Oberthulba geschehen.

Möge Ihre Offenheit für die anstehenden Veränderungen und Entscheidungen und ganz besonders der Segen Gottes die Arbeit der Projektgruppe, der Pfarrgemeinderäte und der Kirchenverwaltungen begleiten.

Brücke

 

Am Samstag, 25. Oktober 2008, trafen sich die Mitglieder aller Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen zu einem gemeinsamen Klausurtag - moderiert von Pastoralreferent Johannes Simon - im St.-Josefs-Heim in Oberthulba. Dabei wurden die Standortbestimmungen der einzelnen Kirchengemeinden gegenseitig vorgestellt und daraus dann Vorschläge für die Zusammenarbeit in der künftigen Pfarreiengemeinschaft entwickelt. Diese werden der Projektgruppe zur weiteren Planung übergeben.

Klausurtag PG am 25.10.08
Klausurtag PG am 25.10.08
Klausurtag PG am 25.10.08
Klausurtag PG am 25.10.08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klausurtag PG am 25.10.08
Klausurtag PG am 25.10.08